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Whatsapp: Datenschutz & Nutzung im Unternehmen

Geschrieben von Ruppenthal
Datum: 21. Juli 2022 

Mit knapp 2Mrd. Nutzern weltweit gehört WhatsApp zu den verbreitetsten Apps der Welt. Auch in Deutschland ist der Messenger mit einem Marktanteil von 84% klarer Anführer der Sparte. Als Tochterunternehmen von Meta, ehem. Facebook, ist Whatsapp keine Ausnahme für wiederkehrende Kritik am Datenschutz. Doch gerade im Vertrieb kleiner und mittelständischer Unternehmen spielt Whatsapp aufgrund seiner enormen Verbreitung seine Stärken aus. Die App ist schnell, intuitiv bedienbar und fast jeder Geschäftspartner hat sie und auch im Freundes- und Bekanntenkreis könnte man schnell zu Außenseiter werden, ohne die App.

Auf Firmenhandys, besonders im Vertrieb, spielt WhatsApp oft auch eine gewichtige Rolle für den direkten Kundenkontakt.

Datenschutzrechtlich gibt es gleich mehrere Probleme

In der DSGVO wird der Einsatz von technisch-organisatorische Maßnahmen (vgl. DSGVO Art. 32, sog. "TOM") für die Umsetzung von Datenschutzanforderungen aufgeführt. Hierin sind etliche Schutzniveaus geregelt. Daraus folge, dass sich der Messenger auf Firmenhandys derzeit überhauptnicht datenschutz-rechtskonform einsetzen lässt. Dafür wäre zunächst erforderlich, dass alle Kontakte ihre Einwilligung zur Weitergabe ihrer Daten an WhatsApp einholen. Technisch ließe sich das Problem nur lösen, indem die App in einer virtualisierten IT–Umgebung isoliert genutzt wird. Aber Hand aufs Herz: kaum ein Kleinunternehmen wird diesen Aufwand betreiben. Und selbst dann muss Whatsapp Business mit seinen eigenen Nutzungs- und Datenverarbeitungsbedingungen verwendet werden.

In Unternehmen, die Mitarbeitern gestatten, private Smartphones / Diensthandys auch privat zu nutzen, ist das Problem noch gravierender. Dienstliche Daten müssen vor unbefugter Weitergabe durch eine Containerlösung geschützt werden. Zumindest bei "Bring your own Device"-Lösungen, wie sie in kleinen Firmen oftmals praktiziert wird, ist die Kontrolle über geschäftliche Daten kaum gegeben. Auf dem Diensthandy hingegen werden dienstliche Daten wie z.B. Kontakte in einer Container-App gespeichert, so dass Apps wie WhatsApp keinen Zugriff auf diese Daten haben. So ist auch bei Firmenhandys mit erlaubter Privatnutzung die Nutzung von WhatsApp mit dem Datenschutz vereinbar.

Welche Daten sammelt WhatsApp?

Von WhatsApp werden alle nutzergenerierten Daten gesammelt. Dazu zählen Anzeigename, Telefonnummer, Status und Profilbild. Nachrichten und Fotos werden nach Angaben von WhatsApp allenfalls zwischengespeichert und nach kurzer Zeit gelöscht. Kontakte hingegen werden regelmäßig in kurzen Zeitabständen aus dem Adressbuch ausgelesen und mit der WhatsApp-Datenbank abgeglichen.

Beim Umzug auf ein neues Gerät, bzw. zur Sicherung / für ein Backup bietet WhatsApp unter anderem an, Chatverläufe in einem Google Drive zu sichern. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung seitens Whatsapp entfällt damit zwangsläufig, wodurch DSGVO Art. 32 Abs. 1 nichtmehr gewährleistet ist (Pseudonymisierung und Verschlüsselung personenbezogener Daten). Nachrichten und Gespräche liegen dann unverschlüsselt auf dem Server der amerikanischen Cloud.

WhatsApp betreibt aber hauptsächlich auch Statistik und interessiert sich eher für die Häufigkeit und die Dauer von Kontakten. Auf diese Weise lassen sich umfassende Profile einer bestimmten Person und ein umfassendes Bild ihrer selbst zeichnen. Google kann auf die selbe Weise bereits heute vorhersagen, ob eine Frau Schwanger ist oder werden will, noch bevor sie es selbst weiß.

Datenschutz-Kritik & Umgang mit Geschäftskontakten

Es gibt viel Kritik an WhatsApp, doch die meisten Nutzer bleiben bei WhatsApp. Die Ursache dafür liegt beim Netzwerkeffekt. Aufgrund der Vielzahl von Nutzern, ist es für andere wiederrum sehr einfach und attraktiv, per WhatsApp zu kommunizieren.

Wir raten unseren Mandanten WhatsApp individuell und bedarfsgerecht in Ihren Unternehmen einzusetzen. Lösungsansätze liegen bei komplettem Verzicht bis zu datenschutz-konformer Einbindung in Ihre Geschäftsprozesse. Näheres dazu erfahren Sie auch in unserem Grundlagenkurs für Verantwortliche in kleinen und mittelständischen Unternehmen am Sa. 17.9.2022 ab 9:00 Uhr in Mülheim (Mosel).


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Kontakt: 

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Inhaber Christian Ruppenthal
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